EPDs sind standardisierte Umweltproduktdeklarationen mit Systemgrenzen, Modulen und Annahmen. Achte darauf, welche Phasen enthalten sind, ob Nutzung und End-of-Life realistisch modelliert wurden, und wie Rezyklatanteile berücksichtigt werden. Vergleiche Produkte innerhalb derselben Kategorie und Datengrundlage. Frage Hersteller nach Datumsstand, Drittprüfung und ergänzenden Informationen zu Reparatur, Ersatzteilen und Demontage. Nutze EPDs als Werkzeug, um Zahlen mit praktischen Strategien zu verbinden, statt sie isoliert zu betrachten und daraus falsche Schlüsse zu ziehen.
Reparierbarkeit senkt ökologischen Fußabdruck, weil Material und Energie im Kreislauf verbleiben. Suche nach modularen Aufbauten, genormten Schrauben, austauschbaren Verschleißteilen und dokumentierten Ersatzteillisten. Materialien mit nacharbeitbaren Oberflächen, wie Massivholz oder bestimmte Metalle, lassen sich mehrfach auffrischen. Hersteller, die Reparaturanleitungen, Explosionszeichnungen und Servicepartner anbieten, signalisieren ernst gemeinte Langlebigkeit. Prüfe ob Garantiebedingungen Reparaturen unterstützen. Ein reparaturfreundlicher Aufbau verlängert Nutzung, fördert Wiederverkauf und macht spätere Rückführung wirtschaftlich attraktiver und realistischer.
Einige Produzenten bieten Rücknahmeversprechen, Pfandmodelle oder Mietsysteme für Teppichfliesen, Leuchten oder Möbelgestelle. Wichtig ist, dass logistische Abläufe, Zuständigkeiten und Kosten transparent geregelt sind. Frage nach Vertragsbedingungen, regionaler Abdeckung und tatsächlichen Wiederverwertungswegen. Dokumentierte Sortenreinheit, klare Materialpässe und digitale Produktpässe erleichtern Zuordnung. Ein wirksames System reduziert Entsorgungskosten, sichert wertvolle Rohstoffe und schafft Anreize, Komponenten lange zu nutzen. So verbinden sich ökologische Ziele mit greifbaren Vorteilen für Budget, Planbarkeit und Komfort.